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CANopen-Geräte

CANopen Default Identifier

CANopen-Geräte können ohne Konfiguration in ein CANopen–Netzwerk eingesetzt werden. Lediglich die Einstellung einer Busadresse und der Baudrate ist erforderlich. Aus dieser Knotenadresse leitet sich die Identifier-Zuordnung für die Kommunikationskanäle ab.

CANopen-Geräteprofile

Die CANopen-Geräteprofile beschreiben das „Was” der Kommunikation. In ihnen wird die Bedeutung der übertragenen Daten eindeutig und herstellerunabhängig festgelegt. So lassen sich die Grundfunktionen einer jeden Geräteklasse (z.B. Ein-/Ausgabebaugruppen, Servoantriebe oder Frequenzumrichter) einheitlich ansprechen. Für alle wichtigen, in der industriellen Automatisierungstechnik eingesetzten Gerätetypen wie digitale und analoge Ein-/Ausgabemodule, Antriebe, Regler, programmierbare Steuerungen oder Encoder sind in der CiA Geräteprofile erarbeitet worden. In Geräteprofilen werden sowohl Funktionalität als auch Parameter von Standardgeräten des jeweiligen Typs festgelegt. Auf der Grundlage dieser standardisierten Profile kann auf identische Art und Weise über den Bus auf CANopen-Geräte zugegriffen werden. Damit sind Geräte, die dem gleichen Geräteprofil folgen, weitgehend untereinander austauschbar. Obwohl bereits viele optionale Parameter in den Profilspezifikationen beschrieben sind, bieten die Geräteprofile zusätzlich Raum für herstellerspezifische Funktionserweiterungen.

Netzwerkmanagement

Zur Kontrolle des Gerätezustandes steht eine vollständige Netzwerkmanagementfunktionalität (NMT) zur Verfügung, die auf der Basis einer Master-Slave-Beziehung realisiert ist. Für die Überwachung der Kommunikationsfähigkeit von CANopen-Geräten sind weiterhin zwei alternative Dienste in Form von "Node-Guarding" bzw. "Heartbeat-Nachrichten" spezifiziert.

Elektronisches Gerätedatenblatt – EDS-Datei

Funktionalität und Eigenschaften eines CANopen-Gerätes werden vom Gerätehersteller in Form von einem standardisierten elektronischen Datenblatt (Electronic Data Sheet, EDS) im ASCII-Format beschrieben. Hierbei ist das EDS als eine Art Formblatt zu verstehen, das alle Daten und Funktionalitäten eines Gerätes, wie sie über das Netzwerk zugänglich sind, beschreibt. Die tatsächliche Geräteeinstellung wird mit dem sog. "Device Configuration File" (DCF) beschrieben. EDS und DCF können in Form eines Datenträgers, abrufbar über Internet oder im Gerät gespeichert, zur Verfügung gestellt werden.